Schweizer Liedermacher, Komponist und Lyriker, geboren in Willisau, gestorben in Zürich. Roelli wirkte lange Jahre in Arosa (ab 1920 als Kurdirektor). Er gilt als Urvater der Schweizer Liedermacher und begleitete sich selbst stets auf Laute oder Gitarre.
Sein Œuvre umfasst etwa 1200 Lieder in Hochdeutsch und Dialekt — Wanderlieder, Soldatenlieder, Minnelieder, volkstümliche Gesänge. Viele wurden zu inoffiziellen Volksliedern: "Alles fahrt Schi", "I bi Soldat und du bisch Soldat", "Alle Rosen, sie blühen am Wege rot". Während des Zweiten Weltkriegs sang Roelli über 300-mal für Soldaten im Feld. Seine Lieder sind in zahlreichen Chorbearbeitungen verbreitet und gehören zum festen Bestand schweizerischer Männer- und gemischter Chöre. Nachfolger in dieser Tradition sind u.a. Mani Matter. Die Hans und Margrit Roelli-Stiftung pflegt den Nachlass.
Wichtige Chorwerke / Lieder (in Chorbearbeitung): - Alles fahrt Schi - Alle Rosen, sie blühen am Wege rot - I bi Soldat - Drei schlichte Lieder (mit Hans Heusser) - Zahlreiche Wander- und Heimatlieder