Böhmischer Komponist, ab 1710 in Dresden tätig, zunächst als Kontrabassist, später als Kirchenkomponist an der katholischen Hofkirche. Zelenka wurde von Johann Sebastian Bach hoch geschätzt, geriet aber nach seinem Tod fast in Vergessenheit und wurde erst im 20. Jahrhundert wiederentdeckt.
Zelenkas Schaffen besteht fast ausschliesslich aus katholischer Kirchenmusik: über 20 Messen (darunter die "Missa votiva" ZWV 18 und die "Missa Dei Patris" ZWV 19), Requiemvertonungen, Lamentationen, Responsorien und Psalmen. Sein Stil verbindet spätbarocke Kontrapunktik mit überraschend kühner Harmonik, rhythmischer Komplexität und einem eigenwilligen dramatischen Zug. Für ambitionierte Kammerchöre mit Barockorchester bietet Zelenka ein anspruchsvolles, klanglich fesselndes Repertoire jenseits von Bach und Händel.
Wichtige Chorwerke: