Heinrich Schütz (1585–1672)

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Deutscher Komponist des frühen Barock, Hofkapellmeister in Dresden über fast ein halbes Jahrhundert. Schütz studierte in Venedig bei Giovanni Gabrieli und brachte die italienische Mehrchörigkeit und die "seconda prattica" nach Deutschland; er gilt als wichtigster deutscher Kirchenmusiker vor Bach.

Sein Vokalwerk ist fast ausschliesslich geistlich. Zentrale Sammlungen: "Psalmen Davids" (1619, mehrchörig), "Cantiones sacrae" (1625), "Symphoniae sacrae" I–III (1629, 1647, 1650), "Geistliche Chor-Music" (1648, 29 Motetten), die "Musikalischen Exequien" (1636, deutsches Requiem), die Passionen nach Matthäus, Lukas und Johannes sowie die Weihnachtshistorie. Schütz' Stil verbindet Textausdeutung, venezianische Mehrchörigkeit und kunstvolle Polyphonie. Die "Geistliche Chor-Music" ist für Kammerchöre Kernrepertoire.

Wichtige Chorwerke:

  • Psalmen Davids op. 2
  • Geistliche Chor-Music op. 11
  • Musikalische Exequien op. 7
  • Symphoniae sacrae I–III
  • Weihnachtshistorie SWV 435
  • Matthäus-, Lukas-, Johannespassion
  • Sieben Worte am Kreuz SWV 478

Wikipedia ↗

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1997

1982