Giovanni Pierluigi da Palestrina (1525–1594)

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Italienischer Komponist der Hochrenaissance, jahrzehntelang in päpstlichen Diensten in Rom (Cappella Giulia, Cappella Sistina, San Giovanni in Laterano). Palestrina gilt als Vollender der klassischen Vokalpolyphonie im Geist der tridentinischen Reform.

Sein Werk umfasst über hundert Messen (darunter die berühmte "Missa Papae Marcelli"), mehr als 250 Motetten, Magnificat-Vertonungen, Hymnen, Lamentationen und weltliche Madrigale. Der "Palestrina-Stil" — ausgewogene Polyphonie, dissonanzarm, textverständlich, sängerfreundlich — wurde zum Normfall kontrapunktischen Kompositionsunterrichts bis ins 20. Jahrhundert. Für Kammerchöre sind die Motetten ("Sicut cervus", "Super flumina Babylonis", "Tu es Petrus") und kurze Messen ideales a-cappella-Repertoire.

Wichtige Chorwerke:

  • Missa Papae Marcelli
  • Missa brevis
  • Motette Sicut cervus
  • Super flumina Babylonis
  • Stabat mater
  • Magnificat-Vertonungen
  • Lamentationes Jeremiae

Wikipedia ↗

1985