Italienischer Komponist an der Schwelle von Renaissance zu Barock, ab 1613 Kapellmeister an San Marco in Venedig. Monteverdi gilt als Begründer der Oper ("L'Orfeo", 1607) und als zentrale Figur der "seconda prattica", die dem Text Vorrang vor der Polyphonie gibt.
Im Chorbereich sind die "Marienvesper" (Vespro della Beata Vergine, 1610) und die "Selva morale e spirituale" (1640/41) von überragender Bedeutung. Die Marienvesper vereint strenge Cantus-firmus-Sätze, konzertante Solopartien, doppelchörige Motetten und instrumentale Zwischenspiele zu einem monumentalen liturgischen Werk. Hinzu kommen neun Bücher Madrigale, in denen Monteverdi die Entwicklung vom Renaissance-Madrigal zum generalbassbegleiteten Barockmadrigal vollzieht. Für Kammerchöre sind die Madrigale und Auszüge aus der Selva Pflichtrepertoire.
Wichtige Chorwerke: