Böhmisch-französischer Komponist und Musiktheoretiker, Jugendfreund Beethovens, ab 1818 Professor für Kontrapunkt und Fuge am Pariser Conservatoire. Zu seinen Schülern zählten Berlioz, Liszt, Franck und Gounod.
Reicha ist heute vor allem als Kammermusiker (Bläserquintette) und Theoretiker bekannt; er schrieb aber auch Opern, Sinfonien und geistliche Vokalmusik. Erhalten sind u.a. ein Requiem, Messen, Motetten und ein "Te Deum". Sein Chorstil ist klassisch-frühromantisch, kontrapunktisch kunstvoll gearbeitet. Für Chöre ist Reicha ein Geheimtipp-Repertoire, das die kompositorische Brücke zwischen Wiener Klassik und französischer Frühromantik hörbar macht.
Wichtige Chorwerke: