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Willy Burkhard, geboren in Leubringen/Evilard im Kanton Bern, ist einer der bedeutendsten Schweizer Komponisten des 20. Jahrhunderts und gilt als Erneuerer der reformierten Kirchenmusik. Nach seiner Ausbildung bei Sigfrid Karg-Elert in Leipzig, Walter Courvoisier in München und Max d'Ollone in Paris unterrichtete er ab 1928 am Konservatorium Bern und ab 1942 am Konservatorium Zürich, wo er bis zu seinem Tod Komposition und Musiktheorie lehrte. Zu seinen Schülern gehörten Klaus Huber, Rudolf Kelterborn und Armin Schibler.
Burkhards Chor- und Oratorienschaffen bildet das Herzstück seines Werks. Den internationalen Durchbruch brachte ihm das 1936 in Basel von Paul Sacher uraufgeführte Oratorium Das Gesicht Jesaias op. 41 für Soli, Chor und Orchester. Weitere zentrale Chorwerke sind das Oratorium Das Jahr op. 72, Die Sintflut op. 97 für unbegleiteten Chor, Christi Leidensverkündigung, das Ezzolied sowie eine Messe und zahlreiche Motetten und a-cappella-Stücke für den protestantischen Gottesdienst. Sein Stil ist geprägt von linearer Stimmführung, herber Klanglichkeit und einer Synthese aus alemannischer Schwerblütigkeit und französischer Klangkultur, vergleichbar mit Arthur Honegger.
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