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Otto Nicolai (1810–1849)

Carl Otto Ehrenfried Nicolai, geboren in Königsberg, war ein deutscher Komponist und Dirigent, der vor allem durch seine Oper Die lustigen Weiber von Windsor (1849) berühmt wurde. 1842 begründete er in Wien die Philharmonischen Konzerte und gilt damit als Gründer der Wiener Philharmoniker. 1847 folgte er einem Ruf nach Berlin, wo er Kapellmeister am Königlichen Theater sowie – als Nachfolger Felix Mendelssohn Bartholdys – Künstlerischer Leiter des Berliner Domchors wurde. Zwei Monate nach der Uraufführung der Lustigen Weiber starb er im Alter von nur 38 Jahren.

Chormusik bildet neben der Oper und dem Lied einen klaren Schwerpunkt in Nicolais Schaffen. Während seiner römischen Jahre als Organist der preussischen Gesandtschaft studierte er die altitalienische Vokalpolyphonie und komponierte zahlreiche Motetten und Psalmen. Aus dieser Tradition speisen sich auch seine späteren grossen Kirchenwerke: eine Messe in D-Dur (1832, überarbeitet 1843 und Friedrich Wilhelm IV. gewidmet), Festouvertüren, Psalmvertonungen sowie eine Reihe kirchenmusikalischer Werke für den Berliner Domchor, die dem Geist der preussischen Agendenreform verpflichtet waren. Auch in der Oper Die lustigen Weiber von Windsor spielen die Chorszenen eine prominente Rolle und verbinden deutsche Kontrapunktik mit italienischer melodischer Leichtigkeit.

Wikipedia ↗

1987

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