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Modest Mussorgski (1839–1881)

Modest Petrowitsch Mussorgski, geboren auf dem Gut Karewo und gestorben in Sankt Petersburg, gilt als einer der eigenständigsten und einflussreichsten russischen Komponisten des 19. Jahrhunderts. Nach kurzer Militärlaufbahn widmete er sich weitgehend autodidaktisch der Musik und gehörte zum berühmten «Mächtigen Häuflein» um Mili Balakirew, Alexander Borodin, César Cui und Nikolai Rimski-Korsakow, das eine eigenständige russische Nationalmusik anstrebte. Zeit seines Lebens blieb ihm grosse Anerkennung versagt, und er starb verarmt mit nur 42 Jahren.

Mussorgskis berühmteste Werke sind die Oper Boris Godunow (1869, mehrfach revidiert) und der Klavierzyklus Bilder einer Ausstellung (1874). Im Bereich reiner Chormusik ist sein Werk vergleichsweise klein, aber charakteristisch. Zu nennen sind die Niederlage Sanheribs (1867) für Chor und Orchester nach Lord Byron, Jesus Navin (Josua, 1877) für Soli, Chor und Klavier sowie mehrere unbegleitete Männerchorstücke. In seinen Opern – besonders in Boris Godunow und Chowanschtschina – nehmen die Chöre eine zentrale dramaturgische Rolle ein: Sie verkörpern das russische Volk als handelnde Kraft und gehören zu den eindrücklichsten Chorszenen der gesamten Opernliteratur.

Wikipedia ↗

1986

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