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Josef Haselbach wurde am 14. Juni 1936 in Gams im Kanton St. Gallen geboren. Nach dem Lehrerseminar in Rorschach arbeitete er zunächst als Lehrer und Organist. Von 1957 bis 1961 belegte er an der Musikakademie und der Universität Zürich Harmonielehre, Gehörbildung sowie Musikwissenschaft bei Kurt von Fischer, daneben Psychologie und Philosophie. 1964 zog er nach Basel und studierte bis 1968 Komposition bei Klaus Huber. Ab 1975 wirkte er während 14 Jahren als Lehrer für Theorie und Komposition am Konservatorium Zürich. Er war Mitglied der Musikkommission der Zürcher Tonhalle-Gesellschaft und Vizepräsident des Schweizerischen Tonkünstlervereins. Haselbach starb am 21. August 2002.
Haselbachs Tonsprache zeichnet sich durch eine stille, oft vibrierende und «atmende» Klangwelt, organische Formbildung und eine vom menschlichen Gesang geprägte Espressivo-Haltung aus. Sein Werkverzeichnis weist einen ausgeprägten vokalen Schwerpunkt auf: Es umfasst zahlreiche Werke für gemischten Chor a cappella, für Chor mit Instrumenten sowie grössere Kompositionen für Solostimme/Sprecher und Chor mit Ensemble oder Orchester. Handwerkliche Perfektion verband er mit einer auf Fasslichkeit zielenden, in den späteren Jahren zunehmend klassizistisch geprägten Haltung.
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