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Der in Leipzig geborene Johann Christoph Friedrich Bach – fünfter Sohn Johann Sebastian Bachs – wird wegen seiner 45-jährigen Wirkungszeit am Hof in Bückeburg auch als «Bückeburger Bach» bezeichnet. Ersten musikalischen Unterricht erhielt er von seinem Vater. Bereits mit 18 Jahren trat er 1750 die Stelle als Hochgräflich Schaumburg-Lippischer Kammermusicus an und wurde 1759 zum Konzertmeister ernannt. 1778 reiste er mit seinem Sohn zu seinem Bruder Johann Christian nach London. In Bückeburg verband ihn eine enge Freundschaft mit dem Dichter Johann Gottfried Herder, der dort von 1771 bis 1776 als Hofprediger wirkte.
Aus der Zusammenarbeit mit Herder ging eine Reihe bedeutender Vokalwerke hervor: Kantaten, Oratorien und eine (heute verschollene) Oper auf Herders Texte. Zu den wichtigsten Chor- und Oratorienwerken gehören Die Kindheit Jesu, Die Auferweckung Lazarus, Der Tod Jesu sowie zahlreiche Motetten und geistliche Lieder. Sein Stil bewegt sich zwischen dem Erbe des Vaters, italienischem Operngestus und der empfindsamen Sprache der Vorklassik im Gefolge seines Bruders Carl Philipp Emanuel. Lange Zeit stand sein Schaffen im Schatten seiner berühmteren Brüder, wurde aber in jüngerer Zeit wieder vermehrt entdeckt.
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