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Franz Tischhauser, geboren in Bern und aufgewachsen in St. Gallen, war ein vielseitiger Schweizer Komponist. Nach der Matura studierte er von 1940 bis 1944 am Konservatorium Zürich Komposition bei Paul Müller-Zürich sowie Klavier. Von 1951 an arbeitete er beim Schweizer Landessender Beromünster (heute Radio SRF), dessen Musikabteilung im Studio Zürich er von 1971 bis 1983 leitete. 1951 erhielt er den C. F. Meyer-Preis, 1988 den Musikpreis der Stadt Zürich. 2002 gründete er die Stiftung Amadeus zur Förderung bisher ungedruckter Werke.
Tischhauser hielt zeitlebens an einer tonalen Tonsprache fest und wurde besonders durch seinen Humor, seine spielerische Ironie und seine Vorliebe für skurrile Themen, musikalische Zitate und Parodien bekannt. Sein bekanntestes Chorwerk ist Das Nasobem – ein Divertimento für gemischten Chor a cappella nach Christian Morgenstern. Ebenfalls für Chor schrieb er das Antiphonarium profanum, in dem zwei Männerchorgruppen einander 50 Sprichwörter «um die Ohren schlagen». Auch in seiner heiteren Bühnenmusik Die Hampeloper (1986) nach Lisa Wenger setzte er drei Chorgruppen ein. Tischhausers Chormusik besticht durch Transparenz, Witz und feinen Umgang mit der Sprache.
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