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Carl Philipp Emanuel Bach (1714–1788)

Zweitältester überlebender Sohn Johann Sebastian Bachs und Hauptvertreter des empfindsamen Stils zwischen Spätbarock und Frühklassik. Von 1738 bis 1768 Cembalist Friedrichs des Grossen in Berlin, anschliessend Nachfolger Telemanns als Musikdirektor der fünf Hamburger Hauptkirchen — der wohl einflussreichste deutsche Komponist seiner Generation.

Für die Hamburger Liturgie schuf der «Hamburger Bach» 21 Passionsoratorien (jährlich rotierend zwischen Matthäus, Markus, Lukas und Johannes), zahlreiche Kantaten und mehrere grosse oratorische Werke. Das doppelchörige «Heilig» Wq. 217 galt ihm selbst als sein bedeutendstes Werk; die Oratorien «Die Israeliten in der Wüste» und «Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu» wurden weit über Hamburg hinaus rezipiert. Sein «Versuch über die wahre Art das Clavier zu spielen» (1753/62) prägte Haydn, Mozart und Beethoven gleichermassen. Im heutigen Chorrepertoire steht er vor allem mit der Markus-Passion, dem Magnificat Wq. 215 und einzelnen Motetten.

Wichtige Chorwerke:

  • Markus-Passion (1770)
  • Magnificat Wq. 215
  • Heilig (doppelchörig) Wq. 217
  • Die Israeliten in der Wüste Wq. 238
  • Die Auferstehung und Himmelfahrt Jesu Wq. 240
  • Passionskantate «Jesu, der du meine Seele» Wq. 233

Wikipedia ↗

1994

Die Angaben hier sind so vollständig wie es die Datenlage zulässt.
Nicht alle Informationen waren aus den vorhandenen Unterlagen (Flyer, Programmhefte) ersichtlich.